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Freitag, 5. Juli 2024

Halo Lichteffekt

Damit Halos entstehen können, müssen sich Eiskristall in größer Höhe entwickelen. Meistens erkennt man die an den Cirruswolken die am Himmel sind. Wasser kristallisiert zu dünnen sechseckigen Kristallplättchen und diese sind verantwortlich für die Bildung von Halos. 

Das Sonnenlicht wird beim Eindringen in solche Eiskristalle gebrochen und tritt in Abhängigkeit von der Orientierung der Kristalle und dem Einfallswinkel des Lichts nach (mehrfacher) Reflexion im Inneren der Kristalle wieder aus. Beim Austritt wird es ein weiteres Mal gebrochen. Die Lichtbrechung ist dabei für die sichtbare Aufspaltung der Farben des Lichts verantwortlich. 

Auch um den Mond lassen sich Haloeffekte beobachten. Allerdings ist das menschliche Auge bei geringer Lichtintensität kaum in der Lage, Farben wahrzunehmen, weshalb die schwächeren Mond-Halos weiß erscheinen.

Es können, je nach Lichtaustritt und Beobachtungsposition 17 verschiedene Formen von Halos auftreten. Diese können einzeln oder auch zusammen auftreten.

Die häufigsten und bekanntesten Lichteffekte sind der 22° Ring und die linke und rechte Nebensonne.


22° Ring
Von Patrick Looß


Linke und rechte Nebensonne
Von Neptuul 


Wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, kann man auch direkt mehrere Lichteffekte sehen.

8 Lichteffekte auf einmal
Von Donstruck

Die ersten bestätigten Sichtungen der Halo Lichteffekte stammen aus dem Jahr 312. 1592 wurde gooe Halolichteffekt in einem Gemälde dargestellt. 





Mittwoch, 3. Juli 2024

Hurrikanes in Europa

Nicht selten entstehen auf dem Atlantik Hurrikanes, welche im weiteren Verlauf in Richtung Europa ziehen. In den meisten Fällen schwächen sie sich dabei ab und wir bekommen die außertropischen Überreste ab. Wir bemerken das Tief dann noch durch starke Winde, starke Regenfälle und auch mal Tornados. In den Alpen kann es zu stärkerem Schneefall kommen. Was viele nicht wissen - Offiziell gab es in Europa schon 2 Hurrikanes. 2005 ist der Hurrikan Vince auf den Südwesten Spaniens getroffen. 2020 waren es die subtropischen Überreste vom Hurrikan Alpha. Aktuell wird noch gestritten ob der Hurrikan Debbie 1961 nicht noch Irland heimgesucht hat.

Hurrikane Vince kurz vor der Insel Madeira


Das Königliche-Niederländische Meteorologische Institut prognostizierte in einem im April veröffentlichten Artikel, dass die globale Erwärmung bis zum Jahr 2100 die Gefahr von Hurrikans in Westeuropa erhöhen wird. Ein Modell prognostizierte einen Anstieg der Wirbelstürme mit orkanartigen Winden in Westeuropa von 2 auf 13. Die Studie ergab, dass günstige Bedingungen für tropische Wirbelstürme sich 1.100 km nach Osten ausdehnen würden.
Eine separate Studie der Universität Castilia-La Mancha prognostizierte, dass sich bis zum Jahr 2100 Hurrikans direkt im Mittelmeer bilden können und somit weitere Länder bedrohen werden. Diese Hurrikanes sollen dann schnell, extreme Aufbauen aber auch gleichzeitig wieder schnell zusammenbrechen. Dies wäre vor allem eine Gefahr für die zahlreichen Inseln im Mittelmeerraum. Zwischen Entstehung und Zeit zur Evakuierung bleiben dann nur noch teilweise Stunden.



 Gaertner, M. A., D. Jacob, V. Gil, M. Dominguez, E. Padorno, E. Sanchez, and M. Castro (2007), Tropical cyclones over the Mediterranean Sea in climate change simulations, Geophys. Res. Lett., 34, L14711, doi:10.1029/2007GL029977.


Haarsma et al., 2013, More hurricanes to hit Western Europe due to global warming, Geophysical Research Letters, DOI: 10.1002/grl.50360

Reale, O., and R. Atlas. 2001: Tropical Cyclone-Like Vortices in the Extratropics: Observational Evidence and Synoptic Analysis, Weather and Forecasting, 16, No. 1, pp. 7-34.

Samstag, 29. Juni 2024

Aktualisierung Unwetterlage 29/30 Juni

 
Guten Tag,

Die Wetterlage verschärft sich im Tagesverlauf dramatisch. Beim Blick auf die Daten von Keraunos werden teilweise extrem Situationen angezeigt.

(c)Keraunos

Hohe Blitzaktivität über 60%
Tornadorisiko 15-30%
Großhagel(>5cm) 15 bis 45%

Nach einem heißen und schwülen Tag, verändern sich die Bedingungen schnell in der Mitte von Frankreich. Ab dem späten Nachmittag und zur Mitternacht hin, entstehen größere Gewittersysteme die meist von superzellenartiger Struktur sind. Die Gewitter bewegen sich langsam in Richtung Nordosten fort, wo sie gegen Abend Luxemburg und das Saarland erreichen. Zunächst einmal spielt Hagel heute eine große Rolle. Großhagel um 5cm wird keine Seltenheit sein. Im Nordosten von Frankreich in der Region Moselle, können Hagelkörner bis zu 10cm nicht ausgeschlossen werden.
Große Gewitterkomplexe, die sich eventuell zu einem Bow-Echo verbunden haben. haben dann auch noch die Gefahr von massivem Wind und Starkregen. Windböen bis zu 100 km/h und Regenmengen über 50 l/m² pro Stunde sind möglich. Im französischen Teil der Mosel muss man mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h rechnen. 

Mit Sonnenuntergang geht die Gefahr von Großhagel und Sturm- bzw. Orkanböen deutlich zurück. Dafür steigen aber die Niederschlagsmengen bei einem Gewitter deutlich an. Niederschlagsmengen bis zu 70 l/m² in einer Stunde sind möglich. Dabei kommt, dass das Komplex an Geschwindigkeit verliert. Überschwemmungen, Sturzfluten wie Hochwasser sind dann möglich.

Bewohner entlang von Bächen und Flüssen müssen die ganze Nacht wachsam sein. Auch wenn sie vielleicht nicht direkt betroffen sind, können Wassermassen von wo anders, die Pegel schnell ansteigen lassen.

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